Was ist Gschichtldrucker?

Gschichtldrucker soll eine Möglichkeit bieten, Geschichten, Meinungen und sonst noch was in die große weite Welt (also Wien) hinauszutragen. So sollen vor allem junge Leute, Interesse am Schreiben gewinnen und die österreichische Kultur gefördert werden. Dadurch soll auch unsere Gesellschaft offener und verständnisvoller werden, denn jeder schreibt seine eigene Geschichte und hat somit eine andere Sicht auf die Dinge. Nur wenn wir lernen einander zu verstehen und zu akzeptieren, können wir etwas bewegen.

Wie schreibt man einen Beitrag?

Unter https://gschichtldrucker.at/mitmachen/ kann ganz einfach (d)eine Geschichte verfasst und zum Review ausgeschickt werden. Die Geschichten sind völlig anonym, das hat auch einen guten Grund: Leute schreiben dadurch viel mehr und viel persönlichere Dinge. Allerdings müssen wir deine E-Mail Adresse speichern, um dir eine Nachricht zu schicken wenn deine Geschichte veröffentlicht wurde.

Wie viele Leute sehen meine Geschichte?

Am Ende jeder Geschichte ist ein View Counter eingebaut, dieser sieht ungefähr so aus:

So weißt du wie viele Menschen du erreichst und vielleicht sogar bewegt hast.

Und jetzt geh hinaus und trag deine Gschichtln an die Öffentlichkeit!

Am Anfang war das Bier. Entglitten aus der zittrigen Hand. Und dann - das Loch.

Vor ca. 2 Jahren zog ich hier her, zunächst in einen leeren Raum, erst nach und nach folgten die Möbel - darunter ein weißer Esstisch. Während meiner gesamten Zeit in dieser Wohnung, kam diesem Tisch keine größere Bedeutung zu, außer das darauf hin und wieder das Essen von foodora landete und schlussendlich gegessen wurde. Mein Mitbewohner hatte ähnliche Emotionen gegenüber diesem Tisch, nämlich so gut wie keine.  Doch das sollte sich bald ändern.

Es war ein Samstag und ich öffnete eine Flasche Bier. Ein Freund war kurz zuvor eingetroffen und ich wechselte ein paar kurze Worte mit ihm. Währenddessen nahm ich zwei Schlücke aus der Flasche. Das Bier war ein bisschen herb aber dennoch nicht zu bitter, eben gerade richtig für jemanden der nicht die höchsten Ansprüche an eine Flasche Bier stellt. Der Freund wandte sich um und verlasste den Raum für einen Augenblick. Doch kurz danach sollte er mir erneut seine Aufmerksamkeit schenken. Die Flasche Bier, entglitt aus meiner zittrigen Hand und zerschellte am fliesernen Boden mit einem grellen Ton - die Geburtsstunde Gustavs.

Das Loch, es war nicht zu übersehen. Wenige Zentimeter entfernt von Gustavs Tischbein tat sich von nun an ein schwarzes Loch in den sonst so grauen Fließen auf. Der Freund, er betrat abermals den Raum und beäugte das Loch im grauen, fliesernen Boden. Plötzlich kam ihm eine Idee: Ein Schuh, nein zwei Schuh, nein gleich vier und das Problem wäre gelöst. Mein Mitbewohner und ich suchten nach Schuhen, die entbehrt werden konnten. Die Bewohner dieser Wohnung, soviel sei gesagt, lebten einen außerordentlich verschwenderischen Lebensstil, und taten den ein oder anderen überstürzten Schuhkauf. So fiel die Suche nicht schwer.

Ein Anheben hier, ein Anheben da.

Und Schuss. Der Gustav war jetzt ein Tisch mit Charakter.